Raumluft

Energieeinsparung

Energieeinsparung bei der Kühlung von Gebäuden

Mittwoch, 17.08.2022

Aufgrund der aktuellen Energiekrise werden vermehrt Energieeinsparmaßnahmen gefordert.

Das Bild zeigt ein Klimagerät
Quelle: Condair
Selbst bei einer Temperatur der Außenluft von 32 °C kann mit der indirekten Verdunstungskühlung eine Zulufttemperatur von 22 bis 24 °C erreicht werden.

Diskutiert wird auch, bei der Gebäudekühlung Strom zu sparen, indem die Raumtemperatur im Sommer auf 26 °C heraufgesetzt wird. Raumlufttechnische (RLT-)Anlagen temperieren die Zuluft, mit der sie die Gebäude versorgen und erhöhen so den thermischen Komfort im Raum. Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. (BTGA), der Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK) und der Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte e. V. (RLT-Herstellerverband) weisen darauf hin, dass mit Energierückgewinnung die zugeführte Außenluft nicht nur im Winter erwärmt, sondern auch im Sommer gekühlt werden kann. Die gegebenenfalls erforderliche zusätzliche Energie für die Nachkühlung wird häufig über externe Quellen bereitgestellt. „Durch die Energierückgewinnung und eine Befeuchtung auf der Abluftseite kann eine indirekte adiabatische Verdunstungskühlung bei zentralen RLT-Anlagen realisiert werden. Sie ermöglicht eine ökologische, regenerative Kühlung der Räume durch Wasserverdunstung. Selbst bei einer Außentemperatur von 32 °C kann mit der indirekten Verdunstungskühlung eine Zulufttemperatur von 22 bis 24 °C erreicht werden. Damit können mechanische Kältemaschinen entweder deutlich kleiner dimensioniert werden oder gänzlich entfallen“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Christoph Kaup, Vorsitzender des FGK.

Das Bild zeigt ein Kimagerät
Quelle: Condair
Verdunstungskühlung und freie Nachtkühlung ermöglichen eine ökologische, regenerative Raumkühlung.

Die Regelbausteine von RLT-Anlagen nutzen heute zudem die Funktion Nachtkühlung (freie Kühlung). Weil in vielen Gebäuden nachts die Fenster nicht offenbleiben können, zum Beispiel aus Gründen des Einbruchschutzes, ist der für den sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108-2 notwendige Luftwechsel von 2 h-1 bis 5 h-1 für die Nachtlüftung oft nur mit einer Lüftungsanlage realisierbar. Der Klimawandel erhöht den Kühlbedarf und verschärft damit das Problem. Mit freier Kühlung während der Nacht und mit Verdunstungskühlung sowie Energierückgewinnung können die Räume jedoch ökologisch, energieeffizient und regenerativ gekühlt werden.

Aktuelle Bewertung
Noch keine Bewertungen vorhanden
Ihre Bewertung
Vielen Dank für Ihre Bewertung.
Dienstag, 02.08.2022

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Möchten Sie die aktuellen Artikel per E-Mail erhalten?

Einloggen

Login / Benutzername ungültig oder nicht bestätigt

Passwort vergessen?

Registrieren

Sie haben noch kein Konto?
Dann registrieren Sie sich jetzt kostenfrei!
Jetzt registrieren

 

Expertenfragen

„Frag‘ doch einfach mal – einen Experten!": Nach diesem Motto können Sie als Nutzer der TGA contentbase hier ganz unkompliziert Fachleute aus der Gebäudetechnik-Branche sowie die Redaktion der Fachzeitschriften HeizungsJournal, SanitärJournal, KlimaJournal, Integrale Planung und @work zu Ihren Praxisproblemen befragen.

Sie wollen unseren Experten eine Frage stellen und sind schon Nutzer der TGA contentbase?
Dann loggen Sie sich hier einfach ein!

Einloggen
Sie haben noch kein Konto?
Dann registrieren Sie sich jetzt kostenfrei!
Registrieren